Im November startete Manga JAM Session die deutsche Veröffentlichung der ruhigen Fantasy-Geschichte »Der Markgraf startet mit Null Untertanen«. Wir haben uns den Auftaktband durchgelesen. Unseren Eindruck schildern wir nachfolgend.
Inhalt
Dias kämpfte unermüdlich, um sein Land zu beschützen, und wurde vom Waisenkind zum Helden. Als Belohnung erhält er ein Lehen in einem abgelegenen Grenzgebiet. Aber dort angekommen gibt es weit und breit nur Wiese und keinen einzigen Bewohner. Kein Haus, kein Essen – einfach nichts. Der Held steht verzweifelt in der Ödnis.
Da taucht plötzlich ein mysteriöses, gehörntes Mädchen auf. Sie ist die Tochter eines Volkes, das mit Dias‘ Königreich verfeindet ist. Doch die beiden beschließen, von null anzufangen und gemeinsam das Lehen aufzubauen?!
Aufmachung
Der deutsche Release von »Der Markgraf startet mit Null Untertanen« erfolgt bei Manga JAM Session als Softcover im Format 12,8 x 18,2 cm. Der erste Band weist 178 Seiten auf, die die ersten fünf Kapitel der Geschichte enthalten. Zudem gibt es eine exklusive Erzählung für die Manga-Ausgabe und ein Nachwort von Yumbo. Als Extra gibt es zwei Farbseiten.
Die japanischen SFX wurden beibehalten und die Übersetzungen in unmittelbarer Nähe optisch passend gesetzt. Empfohlen wird das Fantasy-Abenteuer für Leser ab zwölf Jahren. Übersetzt wird der Manga aus dem Japanischen von Jasmin Weber.
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Fazit
Bei der vorliegenden Manga-Reihe »Der Markgraf startet mit Null Untertanen« (jap.: »Ryōmin 0-nin Start no Henkyō Ryōshu-sama: Ao no Dias to Aoi Kaku no Otome«) von Yumbo handelt es sich um die 2018 gestartete Adaption der gleichnamigen Light Novel von Fuurou. Während das Originalwerk aktuell aus neun Bänden besteht, zählt der Manga bereits 13 Bände.
Der Auftakt der Manga-Version bietet einen ruhigen, fast entschleunigten Einstieg – obwohl die Prämisse der Serie in raschem Tempo umrissen wird. Die Geschichte entfaltet sich angenehm. Der unaufgeregte Ton passt ideal und sorgt ohne große Dramatik für ein entspanntes Leseerlebnis. Im Zentrum steht Dias, der Held der Nation, dem für seine Verdienste ein Lehen zugesprochen wurde.
Dias wird als eine Person eingeführt, die mit ihren 35 Jahren auf eine erfolgreiche Karriere als Soldat zurückblickt. Seine Stärke liegt im militärischen Einsatz, geprägt durch die Worte seiner Eltern. In anderen Bereichen ist er weniger routiniert. Doch mit seinem Lehen öffnen sich neue Themenfelder – und diese sorgen für unterhaltsame Entwicklungen.

Fortan stehen kleine Fortschritte im Mittelpunkt. Wir begleiten keinen klassischen Helden, sondern einen Verwalter mit Alltagsnähe – wenn auch keinen gewöhnlichen. Das abgelegen geglaubte Gebiet, in dem weder Bewohner noch Infrastruktur erwartet werden, entpuppt sich als etwas Besonderes. Dias trifft auf den Stamm der Gehörnten – Feinde des Königs, aber nicht seine.
Die Interaktionen zwischen Dias, Alna und den anderen Stammesmitgliedern tragen eine zurückhaltende, einfache Note, die gut zum Setting passt. Dias’ Lehen entwickelt sich langsam, aber stetig. Humorvolle Einlagen und eine dezente Prise Action lockern den Verlauf auf, ohne den ruhigen Grundton zu stören.
Was in Zukunft noch folgen wird, bleibt abzuwarten. Für den Auftakt liefert die Serie jedoch eine ruhige Fantasy-Geschichte mit Alltagsschwerpunkten. Dias und Alna wirken sympathisch, und bislang harmoniert das Zusammenspiel gut. Die Lust, beide weiter zu begleiten, ist auf jeden Fall vorhanden.
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Also umwerfen tut mich der Manga nicht.
Er ist nicht schlecht, aber das Potenzial ist deutlich größer als der 1. Manga es umsetzt.
Der greatest Estate Developer hat auch ein Verwaltung/Bauthema und macht deutlich mehr Laune.