Tapfere Helden riskieren für das Königreich tagein, tagaus ihr Leben. Doch auch sie verdienen eine Auszeit, um ihre Energieleiste wieder aufzufüllen. Da kommt ihnen das geheimnisvolle Soapland »Kaguya« mehr als gelegen.
Wir haben uns für euch den ersten Band von »Isekai Soapland« (jap.: »Isekai Soapland Kaguya«) durchgelesen. Was euch darin erwartet, verraten wir nachfolgend.
Nach dem Abenteuer kommt das Vergnügen!
Die legendären Drachenjäger von Tomur beschützen das Königreich seit Urzeiten vor den Drachen. Doch selbst Helden haben Bedürfnisse! Zum Glück gibt es das geheimnisvolle Soapland »Kaguya«, wo Helden ihre Waffen (und ihre Kleider) ablegen dürfen.
Held Licorice, der Weise Alec, Bischof Chris und Schwertkämpferin Tanya treffen dort auf die verführerischen »Seifenprinzessinnen«, die mit ihren flutschigen Fertigkeiten unsere Abenteurer ganz schön ins Schwitzen bringen …
Oh tapfere Helden, genießt euer spritziges Schaumbad!
Aufmachung
Der deutsche Release von »Isekai Soapland« erfolgt bei MangaMoon als Softcover im Großformat 14 x 21 cm. Der erste Band weist 216 Seiten auf, die die Kapitel 01 bis 03 der Geschichte enthalten. Am Ende gibt es noch ein Nachwort von Shinobu Inokuma.
Neben der regulären Ausgabe gibt es den Auftaktband auch als Limited Edition. Die Sonderausgabe weist ein Variant-Cover sowie eine exklusive Lenticular-Card als Extra auf.
Die japanischen SFX wurden beibehalten und die Übersetzungen in unmittelbarer Nähe optisch passend gesetzt. Empfohlen wird die Erzählung für Leser ab achtzehn Jahren. Für die Übersetzung aus dem Japanischen zeichnet sich Milena Reiss verantwortlich.
>> Hier gelangt ihr zur deutschen Leseprobe
Fazit
Mit »Isekai Soapland« verbindet Mangaka Shinobu Inokuma eine klassische Fantasy-Welt mit einem japanischen Soapland. Was zunächst nach einem einfachen Vorwand für reichlich Erotik klingt, hat tatsächlich einen roten Faden. Kämpfe gegen Drachen und andere Monster bleiben zwar Nebensache, sorgen aber immerhin dafür, dass die Fantasy-Welt nicht nur als Kulisse dient.
Eine Besonderheit des Königreichs ist das Verbot außerehelicher sexueller Handlungen. Umso ungewöhnlicher erscheint das mitten im Wald gelegene Soapland »Kaguya«, das offenbar aus Japan stammt. Die ahnungslosen Besucher kennen weder das Konzept noch die dortigen Gepflogenheiten. Gerade dieser Kontrast sorgt für einige unterhaltsame Momente.
Im ersten Band lernen wir zwei der sogenannten Seifenprinzessinnen näher kennen. Inokuma beschränkt sich dabei nicht ausschließlich auf aufreizende Szenen. Bei Eris geht er beispielsweise näher auf ihre Herangehensweise und den Ablauf ihrer Arbeit ein. Dadurch steckt in dem ungewöhnlichen Konzept etwas mehr, als zunächst zu erwarten wäre.

Dass Erotik einen großen Teil des Manga ausmacht, dürfte angesichts der Prämisse kaum überraschen. Dabei bedient Inokuma unterschiedliche Konstellationen und lässt auch eine Frau das »Kaguya« besuchen. Die japanische Ausgabe erscheint allerdings bereits zensiert, weshalb entsprechende Stellen auch in der deutschen Veröffentlichung nicht unzensiert vorliegen.
Interessant ist zudem die Entstehungsgeschichte. Im Nachwort erklärt Inokuma, dass die Idee recht impulsiv entstanden sei und eigene Erfahrungen aus entsprechenden Etablissements in seine Arbeit eingeflossen sind. Der Isekai-Ansatz passt dazu durchaus gut und hebt das »Kaguya« von seiner mittelalterlich geprägten Umgebung ab.
Komplex möchte »Isekai Soapland« gar nicht sein. Stattdessen liefert Band 01 eine ziemlich dämliche, aber unterhaltsame Mischung aus Erotik und Fantasy, die sich angenehm weglesen lässt. Dass gegen Ende auch der Besitzer des »Kaguya« auftritt und neue Entwicklungen anstößt, bringt noch etwas Bewegung hinein und macht neugierig auf die Fortsetzung.
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