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    Rezensionen TOKYOPOP

    Review: »Wie die Götter es wollen«

    Von Burak Dogan16. Februar 2023
    KAMISAMA, BOKU WA KIZUITE SHIMATTA © 2022 Hiroaki IWAKI © 2022 Uematsu NANASHI/SHOGAKUKAN

    Bei TOKYOPOP kam am 8. Februar der Mystery-Einzelband »Wie die Götter es wollen« von Hiroaki Iwaki (Text) und Nanashi Uematsu (Zeichnungen) heraus. Das Cover und der Klappentext haben unsere Neugierde geweckt, weshalb wir für euch einen Blick in den Titel riskiert haben. Unseren Eindruck verraten wir in dieser Rezension.

    Inhalt

    Wenn es auch nur ansatzweise so aussieht, als würden die Menschen ein Fest feiern, tauchen sie auf: die Raihoshin. Und nicht nur das! Haben diese vergnügungssüchtigen Gottheiten jemanden auserkoren, verleihen sie diesem eine besondere Kraft. Doch das Geschenk ist mit Vorsicht zu genießen, denn es kann Segen oder Unheil bringen …

    Aufmachung

    Der Einzelband »Wie die Götter es wollen« wird von TOKYOPOP im gewohnten Format als Softcover herausgebracht. Dem Leser werden auf 356 Seiten ein Prolog und sechs Kapitel sowie ein kleiner Bonus geboten. Am Ende des Bandes befindet sich eine Dankes-Illustration von Nanashi Uematsu, die sich auf zwei Seiten erstreckt.

    Für die Übersetzung aus dem Japanischen zeichnet sich Josef Shanel (»Knights of Sidonia«) verantwortlich. Die japanischen SFX hat TOKYOPOP beibehalten und die deutschen Übersetzungen in unmittelbarer Nähe optisch passend gesetzt. Der Verlag versieht die Geschichte(n) mit einer Leseempfehlung ab fünfzehn Jahren.

    >> Hier gelangt ihr zur deutschen Leseprobe

    Fazit

    Mit ihren Mystery-Kurzgeschichten in »Wie die Götter es wollen« erzählen Hiroaki Iwaki (Text) und Nanashi Uematsu (Zeichnungen) dramatische Fantasy-Geschichten, die ebenfalls Horror-Elemente aufweisen, über die Raihoshin und ihren Einfluss auf die Menschen. Bei Iwaki und Uematsu stellt der Manga nicht nur das Erstlingswerk dar, nein, zeitgleich feiern die beiden auch ihr Debüt in Deutschland.

    Der Einzelband umfasst sechs Kapitel, in denen eine andere menschliche Figur und ein Raihoshin im Mittelpunkt stehen. Neben vier Schülerinnen und Schülern, die zwischen fünfzehn und siebzehn Jahre alt sind, ist auch eine 33-jährige Lehrerin und ein 36-jähriger geschiedener Mann im Mittelpunkt des Geschehens. Die Kapitel widmen sich vollumfänglich der menschlichen Hauptfigur und stellen diesen ausreichend vor, um die derzeitige Lage und die Beweggründe nachvollziehen zu können.

    Von den Raihoshin gibt es in der Summe vier Stück, die im Prolog direkt illustriert dargestellt werden. Die Einführung ist ziemlich oberflächlich, doch passend und hinreichend für die »Götter«. Am Ende der Kapitel wird der entsprechende Raihoshin in einem Kurzporträt vorgestellt. Bei den vier Göttern handelt es sich um Haru, dem Träger der Maske der Freude, Shuka, dem Träger der Maske der Wut, Haku, dem Träger der Maske der Trauer und Geto, dem Träger der Maske des Vergnügens.

    KAMISAMA, BOKU WA KIZUITE SHIMATTA © 2022 Hiroaki IWAKI © 2022 Uematsu NANASHI/SHOGAKUKAN

    Aus Spoiler-Gründen und um euch den Lesespaß an dem Einzelband nicht zu nehmen, werden wir auf die Kurzgeschichten nicht näher eingehen. Eins sei aber gesagt: Die Figuren tauchen auch in den anderen Erzählungen auf und sind hier und da miteinander verknüpft. Ein leichter roter Faden lässt sich durchaus erkennen. Durch die Gaben der Götter werden zu Beginn die positiven Aspekte aufgegriffen, nur um wenig später das verursachte Chaos bzw. die Schattenseiten der Gaben zu demonstrieren.

    Inhaltlich greift der Manga Themen wie Suizid, verkorkste Liebe, Manipulation und Besitzergreifung, krankhafte Eifersucht und verbale familiäre Gewalt auf (Aggressivität). Trotz der Kürze der Kapitel, werden die Geschichten und die schwierigen Themen gelungen inszeniert. Erstaunlicherweise fühlt sich kein Kapitel für mich zu kurzgehalten oder unfertig an. Natürlich ist hier und da noch mehr Erzählstoff vorhanden, doch für einen Einzelband ist die Umsetzung stimmig.

    In dem Einzelband »Wie die Götter es wollen« werden auf 356 Seiten sechs Kurzgeschichten geboten, die durch ihre Inszenierung und den aufgegriffenen Themen, in die man sich hineinversetzen und die darauffolgende Handlung nachvollziehen kann, für eine anregende Lesezeit sorgen. Der Band lässt sich problemlos in einem Durchgang lesen und hält konstant die Unterhaltung. Ein stimmiger Mystery-Einzelband, der sich problemlos weiterempfehlen lässt.

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