Warum mussten zuletzt so viele Manga-Titel von altraverse verschoben werden? Und weshalb wurde es um das beliebte Format »altralive« so still? Verlagsgründer Joachim Kaps hat nun ausführlich über die Schwierigkeiten der vergangenen Monate gesprochen und erklärt, was sich hinter den Kulissen ändern soll.
Personalengpässe und Pannen in der Produktion
In der 118. Ausgabe von »altralive« blickte Kaps gemeinsam mit Marketing- und Eventleiterin Sarah auf ein turbulentes Jahr zurück. Innerhalb weniger Monate habe altraverse den Weggang von fünf bis sechs erfahrenen Teammitgliedern verkraften müssen. Gleichzeitig forderten Großprojekte wie »Manga Issho« und »altraworld« zusätzliche Kapazitäten, sodass Kaps zahlreiche Aufgaben selbst übernahm und zeitweise auf eine Arbeitswoche von 70 bis 80 Stunden kam.
Inzwischen habe der Verlag seine internen Strukturen neu organisiert und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. So übernimmt Kaja künftig unter anderem die Leitung des Shōnen-Programms. Doch nicht nur die personelle Situation brachte altraverse ins Straucheln: Auch bei externen Produktionspartnern häuften sich die Schwierigkeiten. Einer der Dienstleister, der unter anderem aufwendige Collector’s Editions betreute, musste zwischenzeitlich Insolvenz anmelden. Die Zusammenarbeit werde dennoch fortgesetzt, während sich das Unternehmen neu aufstellt.

Wie weitreichend solche Probleme sein können, verdeutlichte Kaps anhand zweier Beispiele. Bei der zweiten Collector’s Edition von »Solo Leveling: Ragnarok« haftete die Folie auf rund der Hälfte der produzierten Boxen nicht richtig, weshalb Ersatz angefertigt werden musste. Noch gravierender fiel der Fehler bei »Der Karneval der Veteranen« aus: Hier war laut Kaps die gesamte bereits gedruckte Auflage unbrauchbar. Für den notwendigen Neudruck musste zunächst neues Papier beschafft werden.
Erschwerend kommen langwierige Abstimmungen mit Lizenzgebern und Papierprobleme hinzu. So berichtete Kaps auch von ursprünglich geplanten Studio-Ghibli-Veröffentlichungen, deren Vertrag nach mehreren Verzögerungen schließlich auslief. Inzwischen hat Carlsen Manga seinerseits zwei Filmcomics zu bekannten Ghibli-Klassikern angekündigt.
Längere Vorlaufzeiten und ein Comeback für »altralive«
Damit solche Verzögerungen künftig seltener auftreten, möchte altraverse seine Veröffentlichungen mit mehr zeitlichem Vorlauf planen und auch die Kommunikation mit Leserschaft und Handelspartnern verbessern. Dazu gehört die Rückkehr von »altralive«, das zuletzt weitgehend auf Eis lag.
Den Anfang machen die nächsten beiden Ausgaben, in denen das Programm von Dezember 2026 bis März 2027 vorgestellt werden soll. Folge 119 widmet sich den kommenden Shōjo-Veröffentlichungen, während in Folge 120 die Bereiche Shōnen und Seinen an der Reihe sind.
Abseits der Programmplanung hat altraverse ebenfalls neue Aktionen in Aussicht gestellt. So soll die zweite Runde der »altracards« deutlich mehr Buchhandlungen einbeziehen, nachdem die erste Kollektion zunächst mit 57 teilnehmenden Händlern an den Start gegangen war.
Auch für die Vorweihnachtszeit ist etwas geplant: Ab November 2026 soll jeder Bestellung im altraverse-Webshop ein Adventskalender zum Manga »Papermox« beiliegen.
#altralive 118 – Aktuelles aus dem altraverse:
Quelle: YouTube/@altraverse_de
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Das erklärt auch die häufigen Verschiebungen der letzen TenSura Light Novel. Band 23 sollte ja eigentlich Februar ’26 erscheinen, dann April, dann August, dann Dezember, jetzt wohl doch erst Januar ’27… 😭