Im zweiten Band von »Ich könnte versuchen, mich in dich zu verlieben« (jap.: »Kimi to Nara Koi o Shite Mite mo«) lässt Maru Kubota die zarte Boys-Love-Geschichte sich weiter entfalten. Wir haben uns den ersten Folgeband, der einen wichtigen Meilenstein innerhalb der Handlung darstellt, durchgelesen.
Der eine, der alles ist
Amane weiß jetzt, was er für Ryuji empfindet. Trotzdem beschließt er, das erst mal für sich zu behalten und einen gewissen Abstand zu wahren. Doch während der Nachhilfestunden für Ryuji bemerkt er, wie seine Gefühle für ihn immer stärker werden.
Als Ryuji ihn dann noch eines Abends zu sich nach Hause einlädt, kann Amane sich nicht mehr beherrschen und macht ihm eine Liebeserklärung. Ryuji ist überrumpelt und verwirrt. Was wird er ihm erwidern?
Aufmachung
Der deutsche Release von »Ich könnte versuchen, mich in dich zu verlieben« erfolgt bei Loewe Manga als Softcover im Format 12,8 x 18,2 cm. Der zweite Band weist 184 Seiten auf, die die Kapitel 06 bis 10 der Geschichte enthalten. Am Ende gibt es noch ein Bonus-Kapitel und ein Nachwort von Maru Kubota.
Die japanischen SFX wurden retuschiert und getypesettet. Empfohlen wird die Erzählung für Leser ab vierzehn Jahren. Für die Übersetzung aus dem Japanischen zeichnet sich Übersetzerin Sakura Ilgert (»Die Legende von Azfareo«) aus.
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Fazit
Mit dem zweiten Band von »Ich könnte versuchen, mich in dich zu verlieben« führt Mangaka Maru Kubota die ruhige Geschichte um Amane und Ryuji fort. Der Einstieg greift die bisherige Dynamik auf und entwickelt sie ohne Umwege weiter. Die vertraute Atmosphäre bleibt dabei erhalten und sorgt für einen stimmigen Übergang.
Im Mittelpunkt stehen die anstehenden Prüfungen und die gemeinsame Lernzeit. Gerade diese Phase bringt die beiden einander näher. Kleine Gesten und beiläufige Berührungen gewinnen an Bedeutung, ohne dass die Geschichte ihren ruhigen Ton verliert oder künstlich zugespitzt wird.
Ryuji erhält in diesem Band etwas mehr Raum. Seine familiäre Situation und die Arbeit im elterlichen Lokal geben Einblick in seinen Alltag. Dadurch wirkt vieles greifbarer, ohne dass es ins Dramatische kippt. Die Figur bleibt bodenständig und in sich stimmig.

Bei Amane rücken die eigenen Gefühle stärker in den Vordergrund. Seine sonst eher lockere Art bekommt Risse, was sich vor allem in der Liebeserklärung zeigt. Dieser Moment kommt nicht überraschend, sondern fügt sich gut in die bisherige Entwicklung ein.
Nach dem Geständnis nimmt sich der Band bewusst Zeit. Ryuji reagiert nicht sofort eindeutig, sondern tastet sich langsam an seine eigenen Gefühle heran. Diese Unsicherheit wirkt nachvollziehbar und verhindert, dass die Beziehung zu schnell festgelegt wird.
Mit dem Sommerfest findet der Band einen passenden Abschluss. Die Beziehung der beiden nimmt konkrete Formen an, ohne abgeschlossen zu wirken. Die Grundlage aus Band 01 wird sinnvoll weitergeführt, während offen bleibt, wie sich alles weiterentwickeln wird.
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