Studentin Ichika sehnt sich nach ihrem Traummann, doch ausgerechnet Kosei gelingt es, ihr Herz zu verzücken. Wir haben uns den Auftakt von »You Might as Well be the One« (jap.: »Isso Anata ga Todome wo Sashite«) von Megumu Seto durchgelesen, den Hayabusa im Oktober 2025 veröffentlichte. Nachfolgend schildern wir unseren Eindruck.
Wenn der Schein trügt: Eine Liebe voller Geheimnisse
Ichika wünscht sich nichts sehnlicher als eine ganz normale Beziehung, doch sie wird von der Männerwelt oft nur auf ihr Äußeres reduziert. Auf einer Party lernt sie Kosei kennen, mit dem alles anders zu sein scheint: Endlich ein Mann, bei dem sie sich verstanden fühlt! Doch während ihre Gefühle für ihn wachsen, hält er sie merkwürdig auf Distanz und scheint nicht ganz ehrlich zu ihr zu sein …
Aufmachung
Der deutsche Release von »You Might as Well be the One« erfolgt bei Hayabusa als Softcover im Format 12,5 x 18 cm. Der erste Band weist 176 Seiten auf, die die Kapitel 01 bis 04 der Geschichte enthalten. Am Ende gibt es noch ein Bonus-Kapitel und ein Nachwort von Megumu Seto. In der Erstauflage liegt zudem eine SNS Card bei.
Die japanischen SFX wurden retuschiert und getypesettet. Empfohlen wird die Erzählung für Leser ab vierzehn Jahren. Für die Übersetzung aus dem Japanischen zeichnet sich Übersetzerin Miryll Ihrens (»Monster im Schafspelz«) aus.
>> Hier gelangt ihr zur deutschen Leseprobe
Fazit
Mit »You Might as Well be the One« legt Mangaka Megumu Seto ihren ersten Manga in Buchform vor, der hierzulande bei Hayabusa erscheint. Im Mittelpunkt steht eine ruhige, zugleich aber leicht widersprüchliche Liebesgeschichte. Im Zentrum der Handlung steht Ichika, die sich eine ehrliche und unkomplizierte Beziehung wünscht.
Die Begegnung mit Kosei beginnt zunächst unaufgeregt. Gespräche über Hobbys und belanglose Themen schaffen eine angenehme Grundlage, aus der sich langsam mehr entwickelt. Gerade diese alltäglichen Situationen tragen die Geschichte und sorgen für eine natürliche Annäherung.
Mit fortschreitender Handlung zeigt sich jedoch eine andere Seite von Kosei. Sein Umgang mit Beziehungen wirkt distanziert, beinahe kalkuliert. Er versteht es, mit kleinen Gesten Nähe zu erzeugen, ohne sich wirklich zu binden. Diese Dynamik bringt eine spürbare Unsicherheit in die Geschichte.

Ichika gerät dadurch zunehmend in einen inneren Konflikt. Einerseits erkennt sie, dass Kosei nicht dem entspricht, was sie sich wünscht, andererseits fühlt sie sich immer stärker zu ihm hingezogen. Diese Zerrissenheit wird nachvollziehbar dargestellt und verleiht der Geschichte eine gewisse emotionale Spannung.
Auffällig ist dabei, wie sehr Ichika sich selbst unter Druck setzt. Der Wunsch nach einer Beziehung führt dazu, dass sie Situationen anders bewertet, als sie es vielleicht ohne diesen Druck tun würde. Koseis Haltung wirkt dabei wie ein Gegenpol.
Der Band endet ohne klare Auflösung, sondern mit einer bewusst offenen Situation. Statt einer klassischen romantischen Entwicklung steht die Unsicherheit im Vordergrund. Damit setzt der Auftakt weniger auf Erfüllung als auf eine Beziehung zwischen Anziehung und Zurückweisung.
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